RUNEN - das Runenalphabet F U T H A R K 

T I W A Z

Tiwaz ist der Zeichen eines, hält Treue wohl
bei Edelingen, ist immer auf der Fahrt über
der Nächte Wolken und trügt nimmer.
Tyr ist ein Stern, von Treue den Edlingen,
stets auf seiner Bahn über den Nebeln der Nacht
trügt er nie.

Buchstabe

  • T

Bedeutung

  • Tyr, der Gott des Himmels
  • Speer
  • Phallus
  • Himmelspfeiler (Polarstern)
  • Säule

Schlüsselwörter

  • Gerechtigkeit
  • Ordnung der Welt
  • Sieg (in Entsprechung mit dem Gesetz)
  • Selbstaufopferung
  • Spirituelle Disziplin

Magische Wirkungen

  • Erreichen von gerechten Sieg und Erfolg
  • Aufbau spiritueller Willensstärke
  • Entwickelt die Macht positiver Selbstaufopferung
  • Entwickelt die Kraft des Glaubens in Magie und Religion
  • Steigerung der Loyalität
  • Abwehr von Mißtrauen und Streit
  • Aktive Verteidigung, Bestehen im Kampf
  • Förderung des kollektiven Zusammenhalts
  • Amulette gegen das Auftreten absehbarer Konflikte
  • Talismane für Sieg und Durchsetzung

Heilrune

  • Zuständig für Handgelenke, Hände und Finger und für Arthritis
  • Wiederherstellung des organischen Gleichgewichtes
  • Einsatz im Sinne von "Heilen durch Erkennen"

Orakelbedeutung

  • Wissen um die eigenen wahren Stärken. Allgemeiner Erfolg in rechtlichen Dingen. Ehre, Gerechtigkeit, Führerschaft und Autorität.

Numerische Bedeutung

  • Weisheit, Unsterblichkeit

Geschlecht

  • männlich

Element

  • Luft

Runen-Halbmonat

  • 27. 2. - 13. 3.

Edelstein

  • Koralle, gelber Topas

Pflanze

  • Fackellilie

Kraut

  • Salbei

Baum

  • Eiche

Farbe

  • Glänzend Rot

Tier

  • Wolf

Gott/Göttin, Wesenheiten

  • Tyr

Astrologie

  • Sonne in der Waage, Mond im 1. Haus

Tarot

  • Die Gerechtigkeit

Kraftplatz

  • Gerichtsplätze



Diese Rune untersteht dem Gott Tyr und bildet den Anfang des dritten Aett. Tyr ist Gott des Kampfes und der Gerechtigkeit. Tiwaz ist die Rune der Männer, sie können aus ihr Kraft zur Weiterentwicklung beziehen. Tiwaz lenkt Energie auf eine bestimmte Richtung. Konstruktiv wirkt sie sich auf das Finden und Erreichen eines Zieles aus, neutral dient sie dem Intellekt und destruktiv leitet sie alle Ideen in das große Nichts.



Bedeutung:
Tiwaz-Tyr als Himmelsgott:
Himmel (-spfeiler), Irminsul, Polarstern (= Orientierungspunkt)
"Himmelsvater", kosmisches Ordnungsprinzip
Rechtssystem (Gesetz, Ordnung), Thing (Tyr als Thing-Gott), Gerechtigkeit, Ehre, Moral, Ethik

Tyr als Kriegsgott:
Speer, Lanze, Waffen allgemein
Auseinandersetzung, (Wett-) Kampf, Siegeswille und gerechter Kampf
Lebensprüfungen (auch auf mentaler Ebene)
Selbstbeherrschung / Willensstärke, (Selbst-) Disziplin, Selbstaufopferung (für Ideale oder die Sippe)
hart erkämpfter Sieg durch Opfer / Aufopferung; taktisches Vorgehen
männliche Mysterien, (Krieger- und) Männerbünde, Heldentum
Jordsvin bringt es gut auf den Punkt: Tiwaz hat mit "the proper use of force" zu tun.



Althochdeutsch: teiwaz
Altenglisch: tir, tyr
Altnordisch: tiu, tiwar, tyr
Gotisch: teiws, tyz

Tir bith tacna sum
healdeð trywa wel
with æthelingas
a bith on færylde
ofer nihta genipu
næfre swiceth

Tir ist ein (leitender) Stern
Der den Prinzen Treue hält.
Er ist immer auf seinem Weg
Über den Nebeln der Nacht
Und führt niemals in die Irre.

Symbolisch steht Tiwaz für den Pfeil oder den Speer und steht für den Krieg. Der Tir-Stern wird mit dem Polarstern identifiziert, der "Notnagel", der die Welten an ihrem Platz hält und um den sich die Himmel drehen.



Deutung der Rune
Diese Rune symbolisiert neue Herausforderungen, Initiation und neue Einsicht. Seien sie ohne Furcht - ihr Sieg steht bereits fest, wenn sie der Wahrheit treu bleiben. Nutzen sie alles, was sie bisher gelernt haben.
Schützen sie ihre Überzeugung, denn sie wird herausgefordert werden. Aber letztlich siegt immer die Wahrheit.

"Nutzen sie alles, was sie bisher gelernt haben."

Deutung der umgekehrten Rune
Sie haben Macht, den Herausforderungen zu begegnen, aber sie müssen ihr wahres Potential freisetzen. lassen sie sich nicht von Furcht aufhalten. Gestehen sie ihre Schwächen ein, und beschließen sie, sie in Stärken umzuwandeln. Der Krieger ist in ihnen, und jetzt müssen sie diese Energie nutzen.

Bedeutung: Tyr (Der Kriegsgott)
Der Weg des Krieges bringt Herausforderungen und Initiationen mit sich. Der Krieger muß vieles lernen, unter anderem Geduld, Scharfsinn, Schnelligkeit und Geschmeidigkeit. Er braucht ein gutes, starkes Herz und einen festen Glauben an die Heiligkeit dessen, was er schützt. Es gibt keinen besseren Verbündeten als ihn, denn er will von Natur aus beschützen und überleben. Er ist einfallsreich und konzentriert sich auf Lösungen, nicht auf Probleme. Der kluge Krieger weiß, dass Fehler kein Scheitern bedeuten, sondern dass sie Lektionen sind, die jeder lernen muss, der ehrlich und demütig sucht. Wer nie Fehler macht, wird ein alter Narr.



Sinnbild: Pfeil

Kraft: zielgerichtete Kraft

Bedeutung: Die Rune Tiwaz steht für den germanischen Gott Tyr, den Gott der Gerechtigkeit und des Krieges. Tiwaz bezeichnet auch den Polarstern.

Losung: Gerecht, doch ohne mich beirren zu lassen, gehe ich meinen Weg.

Orakel: Es ist an der Zeit, einen Orientierungspunkt im Leben zu finden und diesem Ziel zu folgen. Wenn Sie gerade ein bestimmtes Ziel verfolgen wird Ihnen Hilfe zuteil. Besinnen Sie sich auf Ihre Kräfte und lassen Sie sich nicht vom Weg abbringen, vor allem nicht durch innere Ausreden, wie: "Das schaffe ich doch nicht..." etc. Sie können jetzt sehr viel erreichen, wenn Sie einen kühlen Kopf bewahren und die männlichen Kräfte in sich mobilisieren.

Talisman: Tiwaz steht für die Eigenschaften des nordischen Gottes Tyr: Tapferkeit, Wahrheits- und Gerechtigkeitsliebe. Der Sage nach opferte Tyr einst seine Hand, indem er sie als Pfand in den Schlund des Fenriwolfes steckte. Damit hatte er einen anderen Gott vor der Zerstörung retten wollen. Diese Rune fördert den Mut und die Zuversicht. Sie verspricht Glück, Ausdauer und liefert die nötige Kraft, um immer wieder im Leben aus schwierigen Konfliktsituationen siegreich hervorzugehen.



Orakelstab 8: Ordnungsgewalt

Runenbegriff: Tiu

Sinngehalt: Himmelsvater/Gott (Tiwaz-Tyr-Heimdall-Irmin, Dyaus-Sius-Zeus, Mars-Jupiter)

Mondcharakter: erblühter Vollmond

Tyrkreisort: Widder

Die Tiu-Chiffre meint jene machtvolle männliche Widder-Energie des befruchtenden Lichtes und der raumerhaltenden Yang-Kraft, welche als unverzichtbarer Bestandteil auch eine marsische, lichtkämpferische (hl. Georg) Komponente trägt. Sie erinnert daran, daß es Fügungen gibt, denen wir uns geduldig unterwerfen müssen; sie ermutigt, für diese Ewigkeitsordnungen tapfer einzustehen. Sie gemahnt zum unerschütterlichen Selbstvertrauen, wenn wir uns im Recht befinden und unsere Handlungen im Einklang stehen mit der positiven Gliederung der Dinge. Der eddische Mythos zeigt den Himmelsgott Tyr in selbstüberwindender Bereitwilligkeit, wie er, um der Errichtung einer dauerhaften Regelung willen, den Mächten der Tiefe (Fenriswolf) eine seiner eigenen Hände hinopfert. Die Rune ruft uns zu: Greife dem Schicksal in den Rachen - zwinge es; du mußt vielleicht auch opfern und verzichten; vom großen Ziel weiche keinen zollbreit ab.



Interpretation: Gerechtigkeit und Krieg

Diese Rune verkörpert die Kraft des obersten Himmels- und Kriegsgottes. In der Mythologie legt Tyr dem Fenriswolf, der nach der Überlieferung für den Untergang der Götter verantwortlich sein soll, seine rechte Hand in den Rachen, damit die Asen ihn fesseln konnten. Tyr opferte seine rechte Hand für die Götter und beginnt so seinen Selbsteinweihungsweg.

Diese Rune symbolisiert Disziplin in der Spiritualität, Sieg in Entsprechung mit dem Urgesetz und Gerechtigkeit.

Tiwaz führt zu gerechtem Sieg und Erfolg und entwickelt die Kraft des Glaubens.



Urgermanisch: teiwaz - Gotisch: teiws - Altenglisch: tir - Nordisch: týr
Esoterische Interpretation des Namens: der Himmelsgott
Ideographische Interpretation: die Himmelswölbung, die von der großen Säule gestützt wird, und manchmal die Spitze des Speers

Die Teiwaz-Rune verkörpert die Kraft des Gottes Ása-Týr (Teiwaz), der für Recht und Gesetz sowie für das Thing sorgt. Sein transzendenter (über sich hinausweisender) Charakter zeigt sich in der nordischen Überlieferung im Mythos von der Fesselung des Fenriswolfs, wobei Týr seine Hand opfert, um die Götter vor der Zerstörung zu bewahren. Teiwaz ist damit die Rune der Selbstaufopferung und der Könige und großen Volksführer.

Das Wort teiwaz oder nordisch týr ist die germanische Bezeichnung für einen einzelnen Gott (zum Unterschied von goþ, "Gott", für die Ganzheit des Göttlichen) und kehrt in zahlreichen indogermanischen Namen für den Himmelsgott wieder. Teiwaz/Tyr ist im wesentlichen die Kraft der göttlichen Ordnung im Multiversum und besonders in der Menschenwelt, in Gesetz und Rechtsfindung. Insofern ist Tyr auch ein Kriegsgott, denn auch kriegerische Konflikte wurden in der germanischen Kultur als Rechtskonflikte angesehen, wie das nordische Wort vápnadómr ("Rechtsprechung durch Waffen") ausdrückt. Man glaubte, daß diejenige Partei von den Göttern begünstigt wird, die durch rechtmäßiges und ehrenhaftes Verhalten in der Vergangenheit mehr Heil besaß.

Die göttliche Ordnung des Multiversums drückt sich in der Form der Teiwaz-Rune als Abbild der Weltsäule aus, die Himmel und Erde zugleich trennt und verbindet. Teiwaz wird auch durch die Irminsul der Sachsen dargestellt, die auf den Externsteinen aufgestellt war.



Der Krieger, der Himmelsgott Thor
Gehe deinen Weg
in Unschuld und Glauben,
denn so gebührt es dem Krieger.
Und am Ende
sende zum Himmel
die gefiederten Pfeile
deines vollkommenen Vertrauens.
Dies ist die Rune des spirituellen Kriegers. Sein Kampf richtet sich immer gegen das eigene Ego. Und dies sind seine Kennzeichen: Er erdet seinen Willen durch Handeln, doch er bindet sich nicht an bestimmte Resultate und ist sich stets bewusst, dass es im Grunde darum geht, sich selbst nicht im Weg zu stehen und den göttlichen Willen durch sich fließen zu lassen.

In dieser Rune verkörpert sich die Kraft der Unterscheidung, eine schwertgleiche Qualität, die es ermöglicht, das Alte, Tote und Überflüssige zu erkennen und zu entfernen. Doch gleichzeitig entsteht in ihr das Wissen, dass das Universum immer das Recht auf den ersten Zug hat.

Geduld ist die Tugend dieser Rune und sie gemahnt an die Worte des Heiligen Augustinus, der sagte: Der Lohn der Geduld ist Geduld. Tiwaz fordert Sie auf, nach innen zu schauen und in die Tiefe des Lebens hinabzutauchen. Nur so können Sie hoffen, die tiefsten Bedürfnisse Ihres eigenen Wesens zu befriedigen und Ihre innersten Kräfte zu erschließen. Wenn Sie Tiwaz ziehen, geht es immer um die Formung des Charakters.

Diese Rune ist mit der Sonne, der männlichen Energie, dem aktiven Prinzip verbunden. Der Drang nach Eroberung ist hier stark, vor allem nach der Eroberung des eigenen Selbst. Dies ist ein lebenslanges Streben und erfordert Bewusstheit, klare Ausrichtung und die Bereitschaft, den eigenen Weg in Mitgefühl und vollkommenem Vertrauen zu gehen. Wenn diese Rune im Zusammenhang mit Beziehungsfragen auftaucht, zeigt sie an, dass die Beziehung zeitgerecht und von der Vorsehung bestimmt ist. Sie haben eine gemeinsame Aufgabe zu erfüllen. Geht es um eine bestimmte Sache, eine Idee oder einen Weg, so rät die Rune des Kriegers zu Beharrlichkeit und Ausdauer, manchmal auch zu Geduld.

Als Rune des Mutes und der Hingabe war Tiwaz früher das Symbol, das die Krieger vor der Schlacht auf ihre Schilde zeichneten. Erlauben Sie diesem Zeichen also, Sie in Ihrem Bemühen um die Verbindung mit Ihrem Höheren Selbst zu unterstützen.

In umgekehrter Position: Es besteht die Gefahr, dass durch hastiges oder vorschnelles Handeln Lebenskraft verloren oder verschwendet wird. Wenn eine Beziehung nur von kurzer Dauer ist, sollten Sie sich darüber nicht grämen, denn sie hat einfach ihre Zeitspanne erfüllt. Jetzt geht es um Zuversicht und Vertrauen und damit um Ihre Authentizität in der Welt.

In umgekehrter Position mahnt die Rune des Kriegers, Ihre Motive sorgfältig zu prüfen. Geht es Ihnen um Selbstbeherrschung oder um Herrschaft über andere? Streben Sie nach bestimmten Resultaten oder konzentrieren Sie sich auf die Aufgabe um ihrer selbst willen? Die Antworten auf diese Fragen können Sie nur in sich selbst finden, nicht in Ratschlägen von außen. Wenn Sie jedoch die Runen befragen, so befragen Sie Ihr eigenes Selbst und dies ist einem spirituellen Krieger durchaus angemessen.

Admin
R. Forstner-Billau
Wien
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