Bauernregeln im Jänner auf Basis der Lostage

1. Jänner
Morgenrot am ersten Tag, Unwetter bringt und große Plag
Neujahrsnacht still und klar, deutet auf ein gutes Jahr
Neujahrsnacht hell und klar, deutet auf ein reiches Jahr.
Wenn es zu Neujahr schneit, gibt es viele Bienenschwärme.
Neujahr Sonnenschein, lässt das Jahr fruchtbarer sein.
Wenn 's um Neujahr Regen gibt, oft um Ostern Schnee noch liegt.
Ein Jahr, das schlecht will sein, stellt sich schwimmend ein.
Am neuen Jahrestag wächst der Tag, soweit der Haushahn
schreiten mag.
2. Jänner
Makarius das Wetter prophezeit für die ganze Erntezeit.
4. Jänner
Wie das Wetter am Markarius war, so wird der September trüb
oder klar.
6. Jänner
Heilige Dreikönig sonnig und still, der Winter vor Ostern
nicht weichen will
Ist bis Dreikönigstag kein Winter, so kommt auch kein
strenger mehr dahinter.
Ist Dreikönig hell und klar, gibt's viel Wein in diesem
Jahr.
Dreikönig ohne Eis: Pankraz weiß.
Die Heiligen Drei Könige bauen eine Brücke oder
brechen ein.
Dreikönigsabend hell und klar, verspricht ein gutes Weinjahr.
An Heilig Dreikönig werden die Tage um einen Hahnenschrei
länger.
Die Heiligen drei Könige kommen zu Wasser oder gehen
zu Wasser.
8. Jänner
St. Erhard mit der Hack, steckt die Feiertag in den Sack.
9. Jänner
St. Julian bricht das Eis, bricht er es nicht, umarmt er es
10. Jänner
An Agathe Sonnenschein bringt viel Korn und Wein.
15. Jänner
St. Paulus kalt mit Sonnenschein, wird das Jahr wohl fruchtbar
sein
Ist der Paulustag gelinde, folgen im Frühjahr rauhe Winde.
17. Jänner
Wenn an Antonius die Luft ist klar, gibt's bestimmt ein trockenes
Jahr.
Große Kält´am Antonitag, große Hitz´
am Lorenzitag, doch keine lange dauern mag.
St. Anton nehmen die Tage zu um eine Mönchsruh.
St. Antonius mit dem weißen Bart, wenn er nicht regnet,
er doch den Schnee nicht spart.
20. Jänner
An Fabian u. Sebastian fängt Baum und Tag zu wachsen
an.
Fabian und Sebastian lassen den Saft in die Bäume gahn.
Fabian im Nebelhut tut den Früchten gut.
Sturm und Frost an Sebastian ist den Saaten wohlgetan.
21. Jänner
Wenn St. Agnes und Vincentius (22.) kommen, wird neuer Saft
im Baume vernommen.
Scheint am Agnestag die Sonne, wird die Frucht wurmig. Ist
es bewölkt, wird gesunde Frucht.
22. Jänner
Geht Vinzent im Schnee, gibt´s viel Heu und Klee.
St. Vinzenz Sonnenschein, füllt das Fass mit gutem Wein
Vinzenz Sonnenschein bringt viel Korn und Wein, bringt er
aber Wasserflut, ist's für beides nicht gut.
Ist an Vinzenz Sonnenschein, gibt es viel und guten Wein.
Hat der Vinzenz Wasserflut, ist es für den Wein nicht
gut.
An dem Tag Vinzenzius, jede Rebe treiben muss
Wie zu Vinzenz das Wetter war, so wird´s sein das ganze
Jahr
23. Jänner
Dem Heiligen Klemens traue nicht, denn selten zeigt er ein
mild`Gesicht.
25. Jänner
Hat Paulus weder Schnee noch Regen, bringt das Jahr gar manchen
Segen. Hat er Wind, regnet es geschwind.
Auf Pauli Bekehr kommt der Storch wieder her.
St. Pauli kalt im Sonnenschein, wird das Jahr wohl fruchtbar
sein.
27. Jänner
Sankt Julian zerbricht das Eis, bricht er es nicht, umarmt
er es.
30. Jänner
Bringt Martina Sonnenschein, hofft man auf viel Frücht'
und Wein
31. Jänner
Friert es hart auf Virgilius, im März noch viel Kälte
kommen muss
Bauernregeln im Februar auf Basis der Lostage

2. Februar
Ist's an Lichtmeß hell und rein, wird's ein langer Winter
sei. Wenn es aber stürmt und schneit, ist der Frühling
nicht mehr weit
Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee
Der Lichtmess-Sonnenschein bringt großen Schnee herein.
Ist's Lichtmess licht, geht der Winter nicht.
Lichtmess trüb - ist dem Bauer lieb
Weiße Lichtmess - grüne Ostern.
Am Lichtmeßsonnabend sind die Nüsse im Schuß.
Wenn zu Lichtmeß die Sonne glost gibt´s im Februar
viel Schnee und Frost.
Wenn´s an Lichtmeß stürmt und schneit, ist
der Frühling nicht mehr weit. Ist es aber klar und hell,
kommt der Lenz wohl nicht so schnell.
Lichtmeß verlängert den Tag um eine Stunde für
Menschen, Vögel und Hunde.
Nach Lichtmeß kann der Bauer Eier und Milch haben.
Scheint zu Lichtmeß die Sonne heiß, gibt´s
noch sehr viel Schnee und Eis.
Vor Lichtmeß Lerchengesang, macht um den Lenz mich bang.
Wenn der Nebel zu Lichtmeß fällt, wird´s
gewöhnlich sehr lange kalt.
Wenn es zu Lichtmeß stürmt und tobt, der Bauer
sich das Wetter lobt.
3. Februar
St. Blas und Urban ohne Regen, folgt ein guter Erntesegen
St. Blasius stößt dem Winter die Hörner ab.
5. Februar
St. Agatha die Gottesbraut, macht, daß Schnee und Eis
gern taut.
An Agatha Sonnenschein bringt viel Korn und Wein.
Am Agathentage die Hälfte Heu und die Hälfte Stroh.
6. Februar
Bringt Dorothee recht viel Schnee, bringt der Sommer guten
Klee.
St. Dorothee bringt meistens Schnee.
St. Dorothee watet gern im Schnee.
9. Februar
Ist's an St. Apollonia feucht, der Winter sehr spät entweicht
12. Februar
Eulalia im Sonnenschein, bringt viel Apfel und Apfelwein.
St. Eudalia Sonnenschein bringt viel Opst und guten Wein.
14. Februar
Kalter Valentin - früher Lenzbeginn.
Ist´s am Valentin noch weiß, blüht zu Ostern
schon das Reis.
Liegt an Valentin die Katz in der Sonne, kriecht sie im März
hintern Ofen voll Wonne.
Am Tage von St. Valentin gehen Eis und Schnee dahin.
An St. Valentin friert es Rad mitsamt der Mühle ein.
16. Februar
Friert es um Simeon ganz plötzlich, bleibt der Frost
nicht lang gesetzlich.
18. Februar
Friert's um Simeon ganz plötzlich, bleibt der Frost nicht
lang gesetzlich
21. Februar
Der St.Felix zeiget an, was 40 Tag`wir für Wetter han.
22. Februar
War's in der Petersnacht sehr kalt, dann hat der Winter noch
lange Gewalt.
Gefriert es in der Petersnacht, dann auch noch lang das Eise
kracht.
Wenns an Petri Stuhlfeier kalt, die Kält noch 40
Tage anhalt.
Nach der Kälte der Petersnacht, verliert bald der Winter
seine Kraft.
Wenn's friert auf Petri Stuhlfeier, friert's noch vierzehnmal
heuer
Weht es sehr kalt um Petri Stuhl, denn bleibt's noch 14 Tag
kühl.
Ist St. Petrus kalt, hat die Kält' noch lang Gewalt.
Petri Stuhlfeier kalt, da wird der Winter sehr alt.
Hat Petri Stuhlfeier noch viel Eis und viel Ost (= Wind),
dann bringt der Februar noch starken Frost.
Ist's noch so kalt um Petri Stuhl, dann bleibt's nicht mehr
lange so kuhl.
Ist es mild und nach Petri offen der Bach, dann kommt auch
kein großes Eis mehr nach.
Ist an Petrus das Wetter gar schön, dann kann man bald
Kohl und Erbsen säen.
Ist St. Petrus kalt, hat die Kälte noch lang Gewalt.
Findet der Storch St. Petri offen den Bach, kommt keine Frostdecke
mehr nach.
petri Stuhlfeier macht Tag und Nacht gleich.
St. Peter hebt den Lenz an, der aus auf St. Urban.
Wie´s in der Nacht zu St. Petri wittert, so wittert´s
vierzig Tage.
24. Februar
St. Mattheus hab ich lieb, denn er gibt dem Baum den Trieb
Wenn Matthias kommt herbei, legen Gans und Huhn das erste
Ei.
Mattheis bricht ´s Eis. Hat er keins, so macht er eins.
Taut es vor und auf Mattheis, sieht es schlecht aus mit dem
Eis.
Matthias schließt die Erde auf oder zu.
Am Matthiastage lass deine Bienen raus.
26. Februar
Alexander und Leander bringen Märzluft miteinander.
28. Februar
St. Roman hell und klar, bedeutet ein gutes Jahr
Bauernregeln im März auf Basis der
Lostage

1. März
Regnet`s stark an Albinus, macht`s dem Bauern viel Verdruß.
Wenn es an St.Albin regnet, gibt es weder Heu noch Stroh.
3. März
Kunigund macht warm von unt'
Lachende Kunigunde bringt frohe Kunde
Ist Kunigunde tränenschwer, dann bleiben oft die Scheunen
leer
Wenn es donnert um Kunigund, treibt´s der Winter noch
lange bunt.
Wenn es Kunigunden friert, sie´s noch vierzig Nächte
spürt.
5. März
Friert es auf Virgilius, im Märzen Kälte kommen
muss.
6. März
Mit ihren Herden wieder hin ziehen die Schäfer an Fridolin.
7. März
Perpetua kalt, Winter lang.
Perpetua und Felizitas, die bringen uns das erste Gras.
10. März
Wie die vierzig Märtyrer das Wetter gestalten, so wird
es noch 4o Tage lang langen.
Wie es an vierzig Rittern wittert, wittert es noch vierzig
Tage.
11. März
Bringt Rosamunde (11.) Sturm und Wind, so ist Sibylla uns
gelind.
12. März
Am Gregorstag schwimmt das Eis im Meer.
St. Gregor und das Kreuze macht den Tag so lang als wie die
Nacht.
Um Gregor kommt die Schwalbe vor.
An Gregori muss der Bauer mit der Saat ins Feld.
Geht am Gregoriustage der Wind, so geht er, bis Jakobi kimmt.
15. März
Lukretia feucht, bleiben die Kornsäcke leicht.
17. März
Friert's an St. Gertrud, währt der Winter noch zwei Wochen.
St. Gertrud sonnig, wird's dem Gärtner wonni.
Ist Gertrud sonnig, wirds dem Gärtner wonnig.
An St. Gertrud ist es gut, wenn in die Erde die Bohne man
tut.
Gertrud führt die Kuh zum Kraut.
Sonniger Gertrudentag. Freud´ dem Bauern bringen mag.
Es führt St. Gertraud die Kuh zum Kraut, die Bienen zum
Flug und die Pferde zum Zug.
Gertrud bringt uns die Störche her und Bartholomäus
macht ihre Nester wieder leer.
Sieht St. Gertraud Eis, wird das ganze Jahr nicht heiß.
19. März
Ist's am Josefstag schön, kann's nur gut weitergehen.
Wenn's erst einmal Josefi ist, so endet auch der Winter gewiss.
Ist es klar am Josephstag, spart er uns viel Not und Plag.
Joseph klar, gibt ein gutes Honigjahr.
Ein schöner Josefstag bringt ein gutes Jahr.
Am Josefstag soll der faulste Bauer auf seinem Acker sein.
Ist es an Josephus klar, wird es ein gesegnet´ Jahr.
Ist es klar am Josephstag, spart er uns viel Not und Plag.
Wenn einmal Josefi ist, endet der Winter ganz gewiß.
Am Josephstag wirft man das Licht in den Bach.
20. März Frühlingsanfang
Wenn die Drossel schreit, ist der Lenz nicht mehr weit.
Gibt's im Frühjahr viel Frösche, so geraten die
Erbsen.
Im Frühjahr Spinnweben auf dem Feld gibt einen schwülen
Sommer.
Hasen, die springen, Lerchen, die singen, werden sicher den
Frühling bringen.
21. März
St. Benedikt den Garten schmückt.
Willst Gerste, Erbsen, Zwiebeln dick, so säe an St. Benedikt.
St. Benedikt macht Zwiebeln dick.
Auf St. Benedikt achte wohl, dass man Hafer säen soll.
Zum St. Benedikt lieber eine Ziege tot im Stall als Rauhreif
an den Tannen.
St. Benedikt macht die Karotten (Möhren) dick.
25. März
Wenn Maria sich verkündet, Storch und Schwalbe heimwärts
finde.
An Mariä Verkündigung kommen die Schwalben wiederum.
Mariä Verkündigung verkündet das Frühjahr.
In Mariä Verkündigung geht unsere liebe Frau mit
einem brennenden Scheit unter der Erde hin.
Mariä Verkündigung heißt und klar, deutet
auf ein gutes Jahr.
Werden an Marien die bedeckten Reben aufgezogen, so schadet
ihnen kein Frost mehr.
Schöner Verkündigungsmorgen befreit den Bauer von
vielen Sorgen.
Ist Marien schön und hell, gibt´s viel Obst auf
alle Fäll´.
27. März
Ist an Rupert der Himmel rein, so wird er' s auch im Juni
sein
29. März
Wie der 29., so der Frühling
30. März
Wie der 30., so der Sommer
31. März
Wie der 31., so der Herbst
Bauernregeln im April auf Basis der Lostage

1. April
Den 1. April mußt überstehn, dann kann dir manch
Gut`s geschehn.
2. April
Bringt Rosamund Sturm und Wind, so ist Sybille (29.April)
uns gelind.
Sturm und Wind an Rosamnde bringt gute Kunde.
4. April
Sankt Ambrosius man Zwiebeln säen muss.
Ist Ambrosius schön und rein, wird St.Florian (4.Mai)
milder sein.
Erbsen säe Ambrosius, so tragen sie reich und geben gut
Mus.
Wer an St. Ambrosius Zwiebeln sät, dem seine Arbeit wohl
gerät.
Ambrosius schneit dem Bauern oft auf den Fuß.
8. April
Wenn`s viel regnet am Amantiustag, ein dürrer Sommer
folgen mag.
10. April
Leinsamen säen an St. Ezechiel, dem 100. Tag nach Neujahr,
so gedeiht er wunderbar.
14. April
An Tiburtiustag, alles grünen mag.
Nach dem Tiburtiustag alles, alles grünen mag.
Tiburtius kommt mit Sang und Schall, er bringt den Kuckuck
und die Nachtigall.
Wenn der Tiburtius schellt, dann grünt der Garten und
das Feld.
Grüne Felder am Tiburtiustag, die ziehen viel Getreide
nach.
Tiburtius kommt uns sehr gelegen, mit seinem grünen Blättersegen.
Tiburtius ist des Bauern Freund, doch nur, wenn auch der Kuckuck
schreit.
15. April
Am 15. April der Kuckuck singen soll und müßte
er singen aus einem Baum, der hohl.
22. April
Regnet's vorm Georgitag, wäret lang des Segens Plag'.
Wenn vor Georgi Regen fehlt, wird man nachher damit gequält.
23. April
Gewitter am St.Georgstag,ein kühles Jahr bedeuten mag.
Zu St. Georg soll sichs Korn so recken, dass sich kann eine
Krähe verstecken.
Ist Georgi warm und schön, wird man noch rauhes Wetter
seh´n.
Kommt St. Georg geritten auf einem Schimmel, so kommt auch
ein gutes Frühjahr vom Himmel.
Auf St. Georgen muss man die Kuh von der Wiese jagen, denn
die Wiese geht ins Heu, ist St. Georgentag vorbei.
Zu Georgi soll ein Rabe sich im Roggen verbergen können.
24. April
Wenn`s friert an St.Fidel, bleibt`s 15 Tag noch kalt und hell.
25. April
Solange die Frösche vor Markus Konzerte veranstalten,
so lange müssen sie nachher die Mäuler halten.
Leg erst nach Markus Bohnen, er wird`s dir reichlich lohnen.
St. Georg und St. Mark´s, die drohen oft noch Arg´s.
So lange die Frösche vor Markus Konzerte veranstalten,
so lange müssen sie nachher die Mäuler halten.
Solange es vor St. Markus warm ist, solange ist es nachher
kalt.
27. April
Hat St. Peter das Wetter schön, kannst du Kohl und Erbsen
sä`n.
28. April
Friert`s am Tag von St.Vital, friert es wohl noch 15 Mal.
30. April
Regen auf Walpurgisnacht, hat stets ein gutes Jahr gebracht.
Bauernregeln im Mai auf Basis der Lostage

1. Mai
Wenn der 1. Mai schellt, grünt das Feld
Wenn's Wetter gut am 1. Mai, gibt es viel und gutes Heu.
Fällt Reif am 1. Mai, bringt er im Feld viel Segen herbei.
Philipp und Jakob Regen, bedeutet viel Erntesegen.
Den ersten Mai fährt man den Ochsen ins Heu.
Taut es am 1. Mai, gibt es den ganzen Monat keinen mehr.
3. Mai
Wie's Wetter am Kreuzauffindungstag , bis Himmelfahrt es bleiben
mag.
Wenn es am Kreuztag heftig regnet, dann werden alle Nüsse
leer und sind nicht gesegnet.
Heilig Kreuztag nass, wächst nirgends Gras.
4. Mai
Der Florian, der Florian, noch einen Schneehut tragen kann.
7. Mai
Wenn sich naht St. Stanislaus, rollen die Kartoffeln raus.
Weint Tränen der Stanislaus, tut uns das nicht leid.
Werden blanke Heller daraus über kurze Zeit.
8. Mai
Vom 8. bis 14. Mai müssen Bohnen und Gurken in den Boden
nei'.
10. Mai
Florian und Gordian richten oft noch Schaden an
11. Mai
Der Hl. Mamertz hat von Eis ein Herz
12.-15. Mai Eisheiligen
Mamerz, Pankraz, Servazi, das sind drei Lumpazi.
Die Azius sind strenge Herrn, sie ärgern Gärtner
und Winzer gern.
Pankratius und Servatius, die bringen Kälte und Verdruss.
Pankraz und Servaz sind zwei böse Brüder, was der
Frühling gebracht, zerstören sie wieder.
Pankraz, Servaz, Bonifaz schaffen Eis und Frost gerne Platz
und zum Schluss fehlt nie die kalte Sophie.
12. Wenn's an Pankratius friert, so wird im Garten viel ruiniert
Pankraz hält den Nackensteif, sein Harnisch klirrt von
Frost und Reif.
Wenn es am Pankratiustag schön ist, so ist es ein gutes
Zeichen zu einem schönen und reichen Herbst.
13. Servaz muss vorüber sein, willst vor Nachtfrost sicher
sein
Vor Servaz kein Sommer, nach Servaz kein Frost.
Wer sein Schaf schert vor Servaz, dem ist die Wolle lieber
als das Schaf.
Nach Servaz findet der Frost keinen Platz
Servatius - Hund der Ostwind ist, hat schon manch' Blümlein
totgeküsst.
14. Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost
15. Sophie man die Kalte nennt, weil sie gern kalt` Wetter
bringt
Vor Nachtfrost bist du sicher nicht, bevor Sophie vorüber
ist.
Kalte Sophie sät Lein zu gutem Gedeih´n.
16. Mai
Heiliger Johann Nepomuk, treib uns die Wassergüss zurück
21. Mai
Wie zu Dreifaltigkeit das Wetter fällt, es bis zum Monatsende
anhält.
Ist Dreifaltigkeit klar und hell, wächst der Hafer schnell.
24. Mai
Lein, gesät an Esthern wächst am allerbesten.
25. Mai
Wie es sich um St.Urban verhält, so ist`s noch 20 Tage
bestellt
Sankt Urbanus - oft ein Grobianus.
Die Witterung an St. Urban zeigt des Herbstes Wetter an.
Ist am Urbanstag das Wetter schön, so wird man volle
Weinstöcke seh´n.
St. Urban gibt der Kälte den Rest, wenn Servaz noch etwas
übrig lässt.
Scheint am Urbanstag die Sonne, so gerät der Wein zur
Wonne. Regnet´s aber, nimmt er Schaden und wird schwer
nur wohlgeraten.
St. Urban hell und rein segnet die Fässer ein.
29. Mai
Wieviel Tage vor Fronleichnam Regen, soviel Tage hinterher.
31. Mai
Wer Hafer sät an Petronell' dem wächst er gut und
schnell.
Sä Flachs zu Petronell so wächst er schnell.
Ist es klar an Petronell, messt den Flachs ihr mit der Ell´.
Bauernregeln im Juni auf Basis der Lostage

1. Juni
Ist's am Fortunatstag klar, so verheißt's ein gutes
Jahr.
Schönes Wetter auf Fortunat, ein gutes Jahr zu bedeuten
hat.
8. Juni
Medardus ist ein nasser, hält so schlecht das Wasser.
Regnet's am Medardustag, regnet's 40 Tag danach.
St.Medard keinen Regen trag, es regnet sonst wohl 40 Tag.
Wie St. Medardus wittert, solch Wetter dreißig Tag zittert.
Macht Medardus feucht und naß, regnet's ohne Unterlaß.
Schier dasselbe gelten mag, von St. Margaretens Tag.
An Medardus am Regen Behagen, will er ihn auch in die Ernte
jagen.
10. Juni
Margarete - die Regenfrau.
Hat Margarete keinen Sonnenschein, kommt das Heu nie trocken
rein.
11. Juni
Regnet es an Barnabas, schwimmen die Trauben bis ins Fass.
Barnabas macht Bäum` und Dächer naß
Mit der Sens' der Barnabas - schneidet ab das längste
Gras.
St. Barnabas macht, wenn er günstig ist, wieder gut,
was verdorben ist.
Wenn Barnabas bringt Regen, so gibt es auch viel Traubensegen.
St. Barnabas hat den längsten Tag und das längste
Gras.
Auf Barnabe die Sonne weicht, auf Lucia sie wieder zu uns
schleicht.
13. Juni
Wenn an St. Anton gut Wetter lacht, St. Peter (29.) viel in
Wasser macht.
15. Juni
Hat St. Vitus starken Regen, bringt er unermeßlich Segen.
Ist zu St. Veit der Himmel klar, dann gibt's gewiß ein
gutes Jahr
St. Veit bringt die Fliegen mit.
Die Nachtigall singt nur bis Vitustag.
Der Wind dreht sich um St. Veit, da legt sichs Laub auf die
andere Seit´.
St. Veit legt das Blatt auf die andere Seit´.
St. Veit hat längsten Tag, die heilige Lucia macht´s
mit der Nacht ihm nach.
16. Juni
Wer auf Benno baut, kriegt auch viel Kraut
19. Juni
Wenn's regnet an Sankt Gervasius, es vierzig Tage regnen muss.
24. Juni Johannisnacht
Vor Johanni bitt um Regen, hernach kommt er ungelegen.
Glüh`n Johanniswürmchen helle, schöner Juni
ist zur Stelle
Johannis tut dem Winter wieder die Türe auf.
Bis Johannes wird gepflanzt, ein Datum, das` dir merken mußt
Der Kuckuck kündet teure Zeit, wenn er nach Johanni schreit.
Regnet's am Johannistag, regnet es noch vierzehn Tag.
Johanni trocken und warm, macht den Bauern nicht arm.
Vor dem Johannistag man keine Gerste loben mag.
Wenn Johanniskäfer hell leuchten im Garten, dann ist
gut Wetter zu erwarten.
Tritt auf Johannes Regen ein, so wird der Nußwuchs nicht
gedeih'n.
Sankt Johannis Regengüsse verderben die besten Nüsse.
Wenn Johannes ist geboren, gehen die langen Tag´ verloren.
An St. Johanni Abend leg die Zwiebel in ihr kühles Bett.
Am Johannismorgen ist Gerste und Hafer noch nicht geraten,
noch nicht verdorben.
Von St. Johann läuft die Sonne winteran.
Vor Johanni macht man Gras in die Weide, nach Johanni heraus.
27. Juni Siebenschläfertag
Ist der Siebenschläfer nass, regnets ohne Unterlass
Wenn die Siebenschläfer Regen kochen, so regnets vier
ganze Wochen.
Ist Siebenschläfer ein Regentag, regnet's noch sieben
Wochen nach.
Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen so bleiben
mag.
29. Juni
St. Peter und Paul klar, bringt ein gutes Jahr.
Regnet es an Peter Paul, wird des Winzers Ernte faul.
Ist es an Peter-Pauli klar, hoffe auf ein gutes Jahr.
St. Peter und St. Paul machen dem Korn die Wurzeln faul.
Bauernregeln im Juli auf Basis der Lostage

2. Juli
St. Jakob nimmt hinweg die Not, bringt erste Frucht und frisches
Brot.
Wie das Wetter an Mariä Heimsuchung, so wird es 40 Tage
sein.
Regnet´s am Tag unserer lieben Frauen, da sie das Gebirg
tät beschauen, so wird sich das Regenwetter mehren und
40 Tage nacheinander währen.
4. Juli
Regen am St. Ulrichstag, macht die Birnen stichig-mad.
Wenn es am ulrichstag donnert, fallen die Nüsse vom Baum.
Ulrich und Veit tun nie wie die Leut.
8. Juli
St. Kilian ist der rechte Rübenmann.
An St. Kilian säe Wicken und Rüben an.
Kilian, der heilige Mann, stellt die ersten Schnitter an.
9. Juli
An St.Kilian säe Wicken und Rüben an.
10. Juli
Wie`s Wetter am Siebenbrüdertag, es sieben Wochen bleiben
mag.
Wenn es sieben Brüder nicht regnet, so gibt es eine trockene
Ernte.
13. Juli
Bringt Margareta Regenzeit, verdirbt der Most weit und breit.
Die erste Birn´ bricht Margaret, darauf überall
die Ernte angeht.
15. Juli
Die erste Birn' bricht Sankt Margareth, darauf überall
die Ernte angeht.
Ist Apostelteilung schön, kann das Wetter der sieben
Brüder geh`n.
17. Juli
Regen an Alexe wird zur alten Hexe.
20. Juli
Margaretenregen wird erst nach Monatsfrist sich legen.
Wenn es an Margareta regnet, kommt das Heu schlecht heim.
An Margarethen Regen, bringt Heu und Nüssen keinen Segen.
Regen am Margaretentag, sagt dem Hunger guten Tag.
Regen am Margaretentag bringt viel Klag.
Margaretenregen bringt Segen.
Gegen Margareten und Jakoben die stärksten Gewitter toben.
Die erste Birn' bringt Margaret', dann überall die Ernt'
angeht.
Regnet´s am Margarethentag, folgt noch viel mehr Regen
nach.
22. Juli
Maria Magdalena weint um ihren Herrn, drum regnet es an diesem
Tage gern.
Am Tage der heiligen Magdalen kann man schon volle Nüsse
sehn.
Magdalena weint um ihren Herrn, drum regnet´s an ihrem
Tage gern.
23. Juli bis 24. August Hundstage
Klar muss Apollinarius (23. 7.) sein, soll sich der Bauer
freu´n.
Heisse Hundstage prophezeien einen kalten Winter.
Was die Hundstage gießen, muss die Traube büßen.
Hundstage heiss, Winter lange weiss.
Hundstage hell und klar, zeigen ein gute Jahr. Werden Regen
sie bereiten, kommen nicht die besten Zeiten.
25. Juli
Wenn es zu Jakobi regnet, so regnet es den Weibern in den
Backtrog.
Ist Jakobus am Ort, ziehen die Störche bald fort.
Drei Tage vor Jakobi Regen bringt keinen guten Erntesegen.
Wenn Jakobi kommt heran, man den Roggen schneiden kann.
26. Juli
Anna warm und trocken macht den Bauern frohlocken.
Um St. Ann fangen die kühlen Morgen an.
Werfen die Ameisen auf am Annentag, ein strenger Winter folgen
mag.
31. Juli
So wie Ignaz stellt sich ein, wird der nächste Januar
sein.
Bauernregeln im August auf Basis der Lostage

1. August
Ist`s von Petri bis Lorenzi (10.) heiß, dann bleibt
der Winter lange weiß
4. August
Hitze an St. Dominikus - ein strenger Winter kommen muß
Je mehr Domenikus schürt, um so mehr man im Winter friert
Hitze an Sankt Dominikus ein strenger Winter kommen muß.
5. August
Oswaldtag muß trocken sein, sonst werden teuer Korn
und Wein.
Regen an Mariä Schnee tut dem Korn tüchtig weh.
7. August
St. Afra im Regen, kommt dem Bauern ungelegen.
8. August
Bei Hitze an Sankt Dominikus ein strenger Winter kommen muß.
10. August
Lorenzi gut, einen schönen Herbst verheißen tut
Laurenz setzt den Herbst an die Grenz`.
Kommt Laurentius daher, wächst das Holz nicht mehr.
Brennt zu Laurenzi dich der Stein, wird auch gut die Ernte
sein.
Sollen Trauben und Obst sich mehren, dürften mit Laurenz
die Wetter aufhören.
St. Lorenz mit heißem Hauch füllt dem Winzer Fass
und Schlauch.
Laurentius, heiter und gut, einen schönen Herbst verheißen
tut.
Lorenz steht beim Bauern in Gnaden, weil die Gewitter nicht
mehr schaden.
Ist´s Wetter am St. Lorenz schön, so lässt
ein guter Herbst sich seh´n.
Ab Laurentius man pflügen muss.
St. Lorenz - erster Herbsttag.
Ist der Lorenz gut und fein, wird es auch die Traube sein.
13. August
Wie das Wetter an Hippolyt, so es mehrere Tage geschieht.
Wie das Wetter an Kassian, hält es viele Tage an.
14. August
Leuchten vor Mariae Himmelfahrt die Sterne, dann hält
sich das Wetter gerne
15. August
Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, so es noch zwei Wochen
bleiben mag.
Wer Rüben will, recht gut und zart, sä`sie an Maria
Himmelfahrt.
Maria Himmelfahrt klar Sonnenschein bringt gerne guten Wein.
An Maria Himmelfahrt, das wisse, gibt es schon die ersten
Nüsse.
Leuchten vor Mariä Himmelfahrt die Sterne, dann hält
sich das Wetter gerne.
Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, so der ganze Herbst sein
mag.
16. August
Wenn's an Joachim regnet, dann folgt ein warmer Winter.
Wenn St.Rochus trübe schaut, kommen die Raupen in das
Kraut
19. August
Regnet es an St. Sebald, dann nahet teure Zeit sehr bald
20. August
Wie der St. Bernhard ist, man auch den September misst.
23. August
Waren die Hundstage (24.7. -23.8.) heiß, bleibt der
Winter lange weiß
24. August
Wie der Bartholomäustag sich hält, ist der ganze
Herbst bestellt.
Gewitter um Bartholomä, bringen Hagel und Schnee.
Liegt Reif um Bartel offen, so ist ein warmer Herbst zu hoffen.
Bleibt St. Barthol im Regen steh'n, ist ein guter Herbst vorauszuseh'n.
Ist Lorenz (10.) und Bartel schön, bleiben die Kräuter
noch lange stehn.
Bleiben die Störche noch nach Bartholomä, kommt
ein Winter, der tut nicht weh.
Wettert es an St. Bartholomä, kommt bald Hagel oder Schnee.
Freundlicher Barthel und Lorenz machen den Herbst zum Lenz.
Bartholomä - wer Korn hat, der sä, wer Gras hat,
der mäh, wer Hafer hat, der rech, wer Äpfel hat,
der brech.
28. August
An Augustin gehen die warmen Tage dahin.
Um die Zeit von Augustin zieh´n die warmen Tage hin.
30. August
Bischof Felix zeiget an, was wir in 40 Tag' für Wetter
han.
31. August
St.Raimund treibt die Wetter aus.
Bauernregeln im September auf Basis der
Lostage

1. September
Schönes Wetter hat auf Wochen, des Ägidius Sonnenschein
dir versprochen.
Ägidius Regen, kommt ungelegen.
Ist Ägidi ein heller Tag, ich dir einen schönen
Herbst ansag.
Gib auf Ägidius wohl acht, er sagt dir was der Monat
macht.
Ist´s an Ägidius rein, wird´s so bis Michaeli
(29. 9.) sein.
An Ägidius man säen muss.
Wenn St. Ägidius bläst ins Horn, so heißt
es: Bauer, sä dein Korn.
Willst du Korn im Überfluss, sä es an Ägidius.
Wenn du´s säst ins freie Land, vor und nach des
Neumonds Stand, wächst kein Unkraut und kein Brand.
Kommt Verena mit dem Krüglein an, zeigt einen nassen
Herbst dies an.
5. September
Lorenz im Sonnenschein, wird der Herbst gesegnet sein.
6. September
St. Mang schlägt's Kraut mit der Stang.
St. Mang macht´s Grummet nimmer lang, aber dick.
7. September
Ist Regine warm und sonnig, bleibt das Wetter lange sonnig.
8. September
An Mariä Geburt fliegen die Schwalben furt.
Wie sich's Wetter um Maria Geburt tut halten, so wird es noch
vier Wochen sich gestalten.
Um Mariä Geburt fliegen die Schwalben furt. Bleiben sie
noch da, ist der Winter nicht nah.
9. September
Bringt St. Gorgon Regen, folgt ein Winter mit wenig Segen.
St. Gorgon treibt die Lerchen davon.
Regnet´s am St. Gorgonstag, geht die Ernte verloren
bis auf den Sack.
11. September
Wenn's an Protus nicht näßt, ein dürrer Herbst
sich erhoffen läßt.
12. September
An Mariä Namen, sagt der Sommer "Amen"
14. September
Ist`s hell am Kreuzerhöhungstag, so folgt ein strenger
Winter nach.
16. September
St. Ludmilla, das fromme Kind, bringt Regen gern und Wind.
An St. Cyprian zieht man oft schon Handschuhe an.
17. September
Trocken wird das Frühjahr sein, ist St. Lambert klar
und rein.
Lamberti nimm Kartoffeln raus, doch breite ihr Kraut auf dem
Felde aus, der Boden will für seine Gaben, doch ihr Gerippe
wiederhaben.
21. September
Ist Matthäus hell und klar, gute Zeiten bringt's fürwahr.
Wie's Matthäus treibt, es vier Wochen bleibt.
Trifft Matthäus stürmisch ein, wird`s bis Ostern
Winter sein.
Wenn Matthäus weint statt lacht, er aus dem Wein oft
Essig macht.
Ist an Matthäus Sonnenschein, gibt es nächstes Jahr
viel Wein.
22. September
Zeigt sich klar Mauritius, viele Stürm`er bringen muß.
24. September
Wie Bartholomäus sich verhält, ist der ganze Herbst
bestellt.
25. September
Nebelt's an St. Cleophas, wird der ganze Winter nass.
26. September
Sankt Cosmas und Sankt Damian fängt das Laub zu färben
an.
29. September
Auf nassen Michaelitag ein nasser Herbst folgen mag.
Gibt Michaeli Sonnenschein, wird es in zwei Wochen Winter
sein.
Wenn Michael durch Pfützen geht, ein milder Winter vor
uns steht.
Sind um Michel die Vögel noch hier, haben bis Weihnacht
lind Wetter wir.
Wenn die Zugvögel nicht ziehen vor St. Michael, wird
es nicht Winter vor Weihnachten
Bringt St. Michel Regen, kannst du gleich den Pelz anlegen.
Regen an Michaelstag, einen milden Winter bringen mag.
Vor Michel sä`mit halber Hand - dann aber streu mit ganzer
Hand!
Um Michaeli in der Tat, gedeiht die beste Wintersaat.
Kommt der Michel heiter und schön, wirds vier Wochen
weitergehen.
Fallen die Eicheln vor Michaeli ab, so steigt der Sommer früh
ins Grab.
Bauernregeln im Oktober auf Basis der
Lostage

1. Oktober
Regen an St.Remigius, bringt für den ganzen Monat Verdruß.
2. Oktober
Laubfall an Leodegar, kündet ein fruchtbar Jahr.
Fällt das Laub auf Leodegar, so ist das nächste
ein fruchtbar Jahr.
6. Oktober
St. Bruno, der Kartäuser, läßt Fliegen in
die Häuser.
9. Oktober
Regnet`s an St.Dionys, wird der Winter naß - gewiß.
13. Oktober
Hl. Koloman, schick mir einen braven Mann.
15. Oktober
Zu Theres beginnt die Weinles´.
16. Oktober
Mit St.Hedwig und St.Gall schweigt der Vögel Sang und
Schall.
Hedwig und Galle machen das schöne Wetter alle.
Ab St. Hedwig und St. Gall schweigt der Vögel Sang und
Schall.
17. Oktober
Auf St. Gallen Tag muß jeder Apfel in seinen Sack Gallus
vorbei, Birnen und Äpfel sind frei.
Ist St. Gallus nicht trocken, folgt ein Sommer mit nassen
Socken.
Viel Regen zu Gallus Regen bis Weihnachten.
Sankt Gallus lässt den Schnee fallen, treibt die Kuh
in den Stall und den Apfel in den Sack.
St. Gall treibt die Kuh in den Stall.
Am St. Gallustag den Nachsommer man erwarten mag.
Galliwein - Sauerwein, Galliwein - Bauernwein!
Ist St. Gall´ trocken, so folgt ein Sommer mit nassen
Socken.
Am St. Gallustag muss jeder Apfel in den Sack.
18. Oktober
Ist St. Lukas mild und warm, kommt ein Winter, dass Gott erbarm.
Wer um Lukas Roggen streut, es nicht bei nächster Ernt´
bereut.
21. Oktober
St. Ursulas Beginn weist auf den kommenden Winter hin.
Wie der St.Ursula-Tag anfängt, soll der Winter beschaffen
sein.
Ursula bringt´s Kraut herein, sonst schneien Simon und
Juda drein.
23. Oktober
Wenn`s St.Severin gefällt, bringt er mit die erste Kält´.
25. Oktober
Mit Krispin sind alle Fliegen hin.
28. Oktober
Simon und Juda die zwei, führen oft Schnee herbei.
Simon und Judas fegens Laub in die Gass´.
Wer Weizen sät am Simonstage, dem trägt er golene
Ähren ohne Frage.
31. Oktober
St. Wolfgang Regen, verspricht ein Jahr voll Segen.
Bauernregeln im November auf Basis der
Lostage

1. November
Allerheiligen Reif macht die Weihnacht starr und steif.
Bringt Allerheiligen einen Winter, so bringt Martini einen
Sommer.
Bringt Allerheiligen Sonnenschein, tritt ein schöner
Nachsommer ein.
Wenn´s zu Allerheiligen schneit, dann lege deinen Pelz
bereit. Regnet´s aber an diesem Tag, viel Schnee im
Winter kommen mag.
Schnee am Allerheiligentag selten lange liegen mag.
An Allerheiligen sitzt der Winter auf den Zweigen.
3. November
Bringt der Hubertus Schnee und Eis, bleibt's den ganzen November
weiß.
4. November
Wenn´s am Karolus stürmt und schneit, dann lege
deinen Pelz bereit und heiz im Ofen wacker ein - bald zieht
die Kälte bei dir ein.
6. November
Wenn auf Leonhardi Regen fällt, ist's mit dem Weizen
schlecht bestellt.
Nach der vielen Arbeit Schwere, an Leonhardi die Rösser
ehre.
11. November
Wolken am Martinitag, der Winter stürmisch werden mag.
Wenn um Martini viel Nebel sind, so wird der Winter meist
gelind.
St. Martin trüb macht den Winter lind und lieb. Ist er
aber hell, macht er Eis gar schnell.
Bringt St. Martin Sonnenschein, tritt ein kalter Winter ein.
Schneit es über Martin ein, wird eine weiße Weihnacht
sein.
St. Martin kommt nach alten Sitten, gerne auf dem Schimmel
angeritten.
Bei fetter Gans und Saft der Reben lass den heiligen Martin
leben.
15. November
Der heilige Leopold ist dem Altweibersommer hold.
17. November
St. Elisabeth sagt es an, was der Winter für ein Mann.
19. November
Sankt Elisabeth zeigt an, was der Winter für ein Mann.
21. November
Mariä Opferung klar und hell, macht der Winter streng
ohne Fehl.
Mariä Opfergang klar und hell, gibt's im Winter Wolfsgebell.
Ist an Mariä Opferung das Wetter schön bestellt,
daß die Biene Ausflug hält, so ist das nächste
Jahr fürwahr, ein böses, teures Hungerjahr.
23. November
Dem heiligen Klemens traue nicht, den selten hat er ein mild
Gesicht.
St.Klemens uns den Winter bringt.
25. November
Wie das Wetter um Kathrein, so wird's den ganzen Winter sein
Schafft Katharina vor Frost sich Schutz, geht man später
lange im Schmutz.
Wie St. Kathrein wird´s auch an Neujahr sein.
Wer eine Gans zum Essen mag, beginn zu mästen sie am
Katharinentag.
Wie das Wetter an Kathrein, wird der nächste Hornung
sein.
Um die Zeit von St. Kathrein wintert´s gerne ein.
26. November
Noch niemals stand ein Mühlenrad an Konrad, weil er Wasser
hat.
27. November
Friert es auf Virgilius, im Märzen Kälte kommen
muß.
30. November
Andreasschnee tut den Saaten weh
Hält St. Andrä den Schnee zurück, so schenkt
er reiches Saatenglück.
Schau in der Andreasnacht , was für Gesicht das Wetter
macht. So wies ausschaut, glaubts fürwahr, bringts gutes
oder schlechtes Jahr.
Wenn es an Andreas schneit, der Schnee hundert Tage liegen
bleibt.
Andreasschnee blieb schon 100 Tage liegen.
Bauernregeln im Dezember auf Basis der
Lostage

1. Dezember
Fällt auf Eligius ein kalter Wintertag, die Kälte
vier Monate dauern mag.
2. Dezember
Wenn's regnet am Bibianetag, regnet's vierzig Tag' und eine
Woche danach.
4. Dezember
Nach Barbara geht's frosten an, kommt's früher, ist nicht
wohlgetan.
Knospen an St. Barbara, sind zum Christfest Blüten da.
St. Barbara mit Schnee,im nächsten Jahr viel Klee
Auf Barbara die Sonne weicht, auf Lucia sie wiederum her schleicht.
Geht Barbara im Klee, kommt's Christkind im Schnee.
St. Barbara soll Blütenknospen zeigen.
Wie der Barbaratag, so der Christtag.
Zweige schneiden zu St. Barbara, Blüten sind bis Weihnachten
da.
Barbara im weißen Kleid verkündet gute Sommerzeit.
6. Dezember
Regnet's an St. Nikolaus, wird der Winter streng und graus.
St. Nikolaus spült die Ufer aus.
7. Dezember
Ist Ambrosius schön und rein, wird Florian (22.12.) ein
wilder sein.
8. Dezember
Zu Mariä Empfängnis Regen, bringt dem Heu keinen
Segen.
13. Dezember
Kommt die Hl. Luzia, ist die Kälte auch schon da.
Wenn zu Luzia die Gans geht im Dreck, so geht sie am Christtag
auf Eis.
St. Luzia kürzt den Tag, soviel sie ihn nur kürzen
mag.
17. Dezember
Ist St. Lazarus nackt und bar, macht einen linden Februar.
21. Dezember
Am Thomastag wächst der Tag um einen Hahnenschritt.
Wenn St. Thomas dunkel war, gibt's ein schönes neues
Jahr.
Friert's am kürzesten Tag, ist's immer eine Plag.
24. Dezember
Wenn in der ersten Adventswoche gut Wetter ist, bleibt's gut
bis Weihnacht.
Ist es Grün zur Weihnachtszeit, fällt der Schnee
auf Ostereier.
Ist`s windig in den Weihnachtstagen, sollen viel Obst die
Bäume tragen.
Ist die Weihnacht hell und klar, hofft man auf ein fruchtbar
Jahr.
Ist Weihnachten gelind, im Januar die Kält´ beginnt.
Weihnachten im grünen Kleid hält für Ostern
Schnee bereit.
Wird es in der Christnacht schneien, kann sich der Hopfenbauer
freuen.
Wenn Winde wehen im Advent, dann wird uns reiche Ernt´
geschenkt.
Bis Weihnachten Juchhe, nach Weihnacht O weh.
Wie´s Adam und Eva spend´t, bleibt das Wetter
bis zum End´.
Wenn´s Christkindlein Regen weint, vier Wochen keine
Sonne scheint.
Fallen in der Christnacht Flocken, der Hopfen sich wird gut
bestocken.
Hängt zur Weihnacht Eis von den Weiden, kannst du zu
Ostern Palmen schneiden.
Grüne Weihnachten - weiße Ostern!
26. Dezember
Windstill muss St. Stephan sein, soll der nächste Wein
gedeih'n.
Scheint am Stephanstag die Sonne, so gerät der Flachs
zur Wonne.
28. Dezember
Schneit's am Unschuldigen Kindel, fährt der Januar in
die Schindeln.
Haben's die unschuldigen Kinder kalt, so weicht der Frost
noch nicht so bald.
30. Dezember
Bringt Martina (30.) Sonnenschein, hofft man auf viel Frücht'
und Wei
31. Dezember
Ist's zu Sylvester hell und klar, steht vor der Tür das
neue Jahr!
Silvesternacht wenig Wind und Morgensonn, gibt viel Hoffnung
auf Wein und Korn.
Wind in St. Silvesters Nacht hat nie Wein und Korn gebracht.
Wie auch das Wetter sich gestaltet - beim Jahresabschluss
die Hände faltet!
Wettervorhersagen laut Bauernregeln im
Frühling

Das Frühjahr frisst den Winter.
Die Lerche verkündet den Frühling.
Im Lenze Sonnenfinsternis gibt wenig Korn, doch Wein gewiss.
Viel Nebel im Frühjahr - viel Regen im Sommer.
Wenn im Frühling das Gewölk in die Berge treibt,
dann gibt´s gut Wetter.
Wer im Frühling den Pflug trocken hinausfährt, bringt
ihn nass im Herbste herein.
Wer im Frühling Kerne Legt, hat im Winter Bäume.
März trocken, April nass, Mai lustig, von beiden was,
bringt Korn in den Sack und Wein ins Fass.
Im Frühjahr Spinnweben auf dem Felde gibt einen schwülen
Sommer.
Lenz kühl und nass, füllt Scheuer und Fass.
Wettervorhersagen laut Bauernregeln im
Sommer

Kurzem Sommer geht ein früher Lenz voran.
Ist der Sommer vorbei, ist´s zu spät, Ähren
sammeln zu gehen.
Kühler Sommer, kalter Herbst.
Ist´s in den ersten Wochen Sommer, ist der Winter kein
frommer.
Fliegen und Freund´ kommen im Sommer.
Ein schöner Tag macht noch keinen Sommer.
Der Sommer ist ein Werber. Der Winter ein Verderber.
Denk an den Winter, weil´s noch Sommer ist.
Auf die schönsten Sommertage folgen die größten
Wetter.
Man muss im Sommer sammeln, was man im Winter haben will.
Wer zur Ernte schläft, wacht im Winter auf.
Sommerregen und Mehltau sind gute Freunde.
Wer im Sommer nicht will schneiden, muss im Winter Hunger
leiden. Wer im Sommer das Holz nicht verbrennt, wird im Winter
nicht frieren.
Zum ersten das Gras, dann die Ähren, danach der volle
Weizen in den Ähren, dann das Einsammeln in die Scheune.
Wettervorhersagen laut Bauernregeln im
Herbst

Wenn der Kohl gerät, verdirbt das Heu.
Warmer, feuchter Herbst - langer Winter, heller Herbst - windiger
Winter.
Wachsen die Schatten, flicht Körbe und Matten, verschließe
die Latten, vertilge die Ratten.
Ist beim Herbst das Wetter nass, ist auch bald gefüllt
das Glas.
Herbstgewitter bringen Schnee, doch dem nächsten Jahr
kein Weh.
Im Herbst muss man nicht mehr von Rosen und Tulpen träumen.
Fällt das Laub zu bald wird der Herbst nicht alt.
Die Herbstfieber sind die schlimmsten.
Auf warmen Herbst folgt meist ein langer Winter.
Der Herbst kommt früh genug, wenn er gute Früchte
bringt.
Wettervorhersagen laut Bauernregeln im
Winter

Winter und Sommer reichen sich die Hände.
Winter weich - Kirchhof reich.
Wie auch das Wetter sich gestaltet - beim Jahresschluss die
Hände faltet!
Ist der Winter hart und weiß, wird der Sommer schön
und heiß.
Wenn es nicht vorwintert, so nachwintert es gern.
Bleibe der Winter fern, so nachwintert es gern.
Der Winter verzehrt, was der Sommer beschert.
Im Winter hat der Bauer allzeit blauen Montag.
Wenn am Dach hangen gefrorene Spitzen, dann ist gut beim Ofen
sitzen.
Werden Tage länger, so wird die Kälte strenger.
Die Wintersonne scheint wohl, aber wärmt nicht.
Der Winter ist des Sommers Erbe.
Der Winter ist ein böser Gast.
Der Winter sieht oft dem Sommer in die Karten.
Der Winter fragt, was der Sommer verdient hat.
Fängt der Winter früh an zu toben, wird man ihn
im Januar loben.
Früher Vogelsang macht den Winter lang.
Im Winter beim Ofen, im Sommer im Feld.
Ist der Winter warm, wird der Bauer arm.
Kurze Tage und lange Nächte verderben die Mägde
und Knechte.
Ein rauher Tag macht den Winter nicht.
Bauernregeln über den Mond

Der Mond ist des Bauern Kalender.
Blasser Mond bringt Regen, roter Mond und weißer Mond
geben helles, klares Wasser.
Gibt Ring oder Hof sich Sonn´ oder Mond, bald Regen
und Wind uns nicht verschont.
Neumond mit Wind ist zu Regen gesinnt.
Bei rotem Mond und hellen Sterne sind Gewitter nicht gar ferne.
Am letzten Viertel ein roter Streif, der bringt gar manchen
Regenstrich.
Heller Mond und strenge Kält´ lange nicht zusammenhält.
Bleibt das Wetter beim ersten Mondviertel schön, so kann
man noch eine Zeitlang bei Sonnenschein spazierengeh´n.
Neumond in hellen Kleid bringt schöne Weinlesezeit.
Wenn der Mond hat einen Ring folgt der Regen allerding.
Bleicher Mond regnet, roter Mond weht, weißer Mond klärt.
Hat der Mond einen Hof, zeigt er Regen an.
Vollmond mit Wind ist zu Regen gesinnt.
Wenn der Mond voll wird, geht er über.
Wenn es nach dem Neumond regnet, so soll es einen ganzen Monat
regnen.
Der Neumond macht das Wetter.
Weht´s bei Neumond her vom Pol, bringt es kühlen
Regen wohl.
Bauernregeln über Pflanzen

Auf den kleinsten Raum pflanze einen Baum und pflege sein
er trägt dir´s ein.
Auf einem Acker wächst nicht jede Frucht.
Aus grobem Hanf lässt sich keine Seide spinnen.
Wer´s Unkraut ein Jahr lässt stehen, kann sieben
Jahre jäten gehen.
Auch ein guter Baum bringt ungleich Obst.
Unkraut trägt das Feld, wird´s nicht recht bestellt.
Kornblumen sind schön, aber Ähren sind besser.
Hartes Holz will eine starke Axt.
Einen Baum, der zu sehr ins Laub treibt, muss man beschneiden.
Was hoch ausschießt, wird unten bald dürr.
Eine Frucht im Schatten reift spät.
Auch ein frischer Apfel fault, wenn er unter faules Obst fällt.
Ist der Baum gesund, so bringt er Blätter und Früchte.
Ein Baum, der dies Jahr ruht, trägt das folgende doppelt
gut.
Was reif ist, das fault gern.
Der schönste Apfel hat oft einen Wurm.
Was nicht blühet, körnert nicht.
Große Bäume geben mehr Schatten als Früchte.
Wer Gras mähen will, den dürfen die Wiesenblumen
nicht erbarmen.
Nasses Feld braucht kein Wasser.
Man muss heuen, wenn die Sonne scheint.
Wenn man die Reben nicht beschneidet, wird ein Wald daraus.
Das Korn wird alle Jahre einmal reif.
Die besten Birnen werden von den Wespen angebissen.
Spätes Obst liegt am längsten.
Einen Baum mit reifen Früchten darf man nur leise schütteln.
Der Apfel kehrt den Stiel zum Baum, von dem er gefallen ist.
Kurze Zweige, lange Trauben.
Wer im Schatten sitzen will, muss Bäume pflanzen.
Jede Blume muss den Bienen zu ihrem Honig dienen.
Man muss den Kohl verpflanzen, wenn man Köpfe haben
will.
Kohl, der langsam wächst, kommt nicht zur Blüte.
Wie die Rübe, so das Kraut.
Wie die Wiese, so die Weide.
Man schneidet den Hafer nicht vor dem Korn.
Unkraut wächst auch unbegossen.
Mancher Baum blüht schön und trägt doch keine
Frucht.
Wer Kohl pflanzt, kann keine Bohnen ernten.
Unter den Bäumen regnet´s zweimal.
Die Zwetschke schmeckt nach dem Baume.
Die schlechtesten Beeren sind es nicht, an denen die Wespen
nagen.
Eine Pflanze, oft versetzt, gedeiht nicht.
Wo keine Blätter sind, da sind auch keine Früchte.
Bauernregeln über Tiere

Auch den besten Hirten frisst der Wolf ein Schaf.
Das Schaf ist verloren, das sich beim Wolf Rat holt.
Was kümmert´s den Mond, wenn ihn die Hunde anbellen.
Auf derselben Weide sucht der Ochse Gras, der Storch Frösche
und der Jagdhund Hasen.
Das Schaf, das am meisten blökt, gibt die wenigste Milch.
Wer ohne Hund jagt, kommt ohne Hasen heim.
Die Sau ist gern im Drecke, der Ochse begnügt sich mit
Stroh.
Wenn man den hahn krähen hört, muss man nicht gleich
glauben, dass es Tag ist.
In großen Wassern fängt man große Fische.
Den Hund schickt man nicht nach Bratwürsten.
Wenn der Esel die Ohren schüttelt, so wird ihm der Kopf
gewaschen.
Man kauft die Katze nicht im Sack.
Man muss nicht Kühe und Schweine in einen Stall sperren.
Pferd und Esel sollte man nicht zusammenspannen.
Wenn der Hund wacht, kann der Herr schlafen.
Man muss die Schafe nicht bloss zählen, man muss sie
auch hüten.
Man verklagt keine Sau, die einen besudelt.
Das Pferd sieht immer nach der Krippe.
Wenn ein Schaf blökt, blöken die andern auch.
Lass die Henne gackern, wenn sie nur jeden Tag legt.
Ein gutes Wort führt die Kuh in den Stall.
Besser die Kuh melken als schlachten.
Die Biene hat nichts Süßeres als den Honig.
Willst Glück du haben mit dem Vieh, so füttere pünktlich,
plage nie.
Die Kühe lassen sich nicht betrügen, sie geben,
was sie bekommen haben.
Groß Vieh braucht viel Futter.
Viel Kühe, viel Futter, viel Milch, viel Butter.
Die Hörner machen keinen Ochsen.
Stellt sich ein Huhn früh gackernd ein, gibt´s
Regen oder Sonnenschein.
Jeder Ochse wehrt sich seiner Haut.
Ein Bauer, der nicht ackert und eine Henne, die nicht gackert,
blebien nicht lange auf dem Hofe.
Wo Bienen sind, da ist auch Honig.
Einem stößigen Bullen und einem Betrunkenen muss
man aus dem Weg gehen.
Ein jeder Vogel liebt sein eigen Nest.
Sogar eine Sau grunzt, wenn sie vorbeigeht.
Der Hahn ist der Herr auf seinem Mist.
Wer sich zum Schaf macht, den fressen die Wölfe.
Ohne Futter bleibt das beste Pferd stehen.
Mit Ruhe holt man einen Hasen.
Wo der Ochse König ist, sind die Kälber Prinzen.
Bienen und Schafe ernähren den Mann im Schlafe.
Die Frösche quaken wohl, aber das Wetter machen sie nicht.
Eine Kuh ist ein lebendiges Butterfass.
Ist die Katze aus dem Haus, so tanzen die Mäuse.
Wohin man den Ochsen wendet, dahin zieht er den Pflug.
Wo man´s nicht denkt, springt der Hase auf.
Wenn alte Ochsen spielen, toben und ländern, will sich
das Wetter ändern.
Man braucht die Sau nicht zu scheren, weil man sie brühen
und sengen kann.
Ein guter Hirt schert die Schafe, aber er schindet sie nicht.
Alte Bienen geben wenig Honig.
Bauernregeln über Blitz und Donner

Aus hellem Himmel blitzt es nicht.
Wenn du vorm Blitz nur sicher bist - der Donner schadet nicht.
Wenn es blitzt vom Westen her, deutet´s auf Gewitter
schwer. Kommt von Norden her der Blitz, deutet es auf große
Hitz´.
Wenn Gott blitzt und donnert, so lässt er auch regnen.
Es trifft nicht jeder Blitz.
Blitze, die beiseit´ vom Wetter entstehen, sind die
gefährlichsten.
Es blitzt bei hellem Himmel, so Gott will.
Auf Donner folgt gern Regen.
Wenn´s viel donnert und blitzt, wenig Korn am Buchweizen
sitzt.
Lang läuten bricht den Donner.
Wenn´s auf trockenen Boden donnert, gibt´s ein
gefährliches Wetter.
Donnert´s ins leere Holz, so schneit´s ins Laub.
Wenn´s ins junge Laub donnert, gibt´s wohlfeile
Zeit.
Grollt der Donner über den kahlen Wald, dann wird es
noch einmal sehr kalt.
Ein Donner vertreibt den anderen.
Auf schwüle Luft folgt Donnerwetter.
Später Donner - früher Hunger, früher Donner
- später Hunger.
Später Donner hat die Kraft, dass er viel Getreide schafft.
Ein Donner macht mehr Getümmel als zehn Blitze.
Es kommt kein Donnerschlag, es geht ein Wetterleuchten vorher.
Es donnert selten bei schönem Wetter.

|