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Die Vasa – ein riesiger Dreimaster

Die Vasa – ein riesigen Dreimaster: 61 Meter Länge, 12 Meter Breite!

Die mystische Beleuchtung erzeugt die richtige Stimmung dazu. Auf mehreren Etagen gehen Sie rund um das Schiff. Außerdem werden auf einer großen Fläche Ausstellungen angeboten, um Einblick in das Leben auf einem Schiff des 17. Jhdts. zu bekommen. Ein sehr interessanter Film informiert über die Geschichte, Bergung und Rekonstruktion des Schiffes. Die Vasa wurde um 1625 auf Befehl von König Gustav II Adolf gebaut, der es im Dreißigjährigen Krieg einsetzen wollte und es nach Gustav Vasa, dem Begründer der Dynastie, benannte. Heck und Bug waren mit Blattgold belegt, die Kanonen aus Bronze gefertigt, und etwa 700 Statuen und Holzschnitzereien zierten dieses prächtige Schiff. 1628 standen König, Hofstaat und das Volk für den Stapellauf bereit, und die Geschützklappen wurden für die Salutschüsse zu Ehren des Königs geöffnet. Doch dann wurde das Schiff von einer Wind-Böe erfasst. Mit 1.400 Tonnen Gewicht massiver Eiche war es zu schwer – es neigte sich, durch die Geschützklappen drang Wasser ein und das stolze Schiff sank mit Mann und Maus. Etliche Versuche wurden gestartet, um die Vasa zu heben, doch alle scheiterten und man vermochte nur 54 ihrer Kanonen zu bergen. Vor lauter Resignation geriet sogar die Position des Schiffes in Vergessenheit.

So lag das Schiff auf Grund, bis 1956 der Meeresarchäologe Anders Franzén das Wrack erneut ausfindig machte und über Jahre hinweg einen Plan ausarbeitete, wie das Schiff am besten zu bergen sei. 1961 tauchte es dann tatsächlich wieder aus den Fluten auf. Die langwierigen Restaurationsarbeiten konnten beginnen. Über 24.000 Fundstücke wurden geborgen, darunter Skelette, Segel, Kanonen, Kleidung, Werkzeuge, Münzen, sogar Butter und Rum und des weiteren viele Gebrauchsgegenstände. Darüber hinaus fand Franzén zahlreiche Einzelteile des Schiffes, die nummeriert und registriert wurden, sodass man die Vasa in den nächsten 25 Jahren in mühevoller Kleinarbeit rekonstruieren und in altem Glanz erstrahlen lassen konnte.

 
ROBERT FORSTNER-BILLAU ©2012